MRI wird zur Bundesanstalt für Risikobewertung und Ernährung

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) plant eine umfassende Neustrukturierung seiner Behörden im Bereich gesundheitlicher Verbraucherschutz und Ernährung. Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen abzubauen und wissenschaftliche Expertise künftig enger miteinander zu verknüpfen.

Hierzu sollen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Max Rubner-Institut (MRI) sowie das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zu einem neuen Bundesinstitut für Risikobewertung und Ernährung zusammengeführt werden. Die neue Einrichtung soll

die Bereiche Lebensmittelqualität, Lebensmittelsicherheit, Ernährungssicherung, Ernährungs- und Risikokommunikation sowie Ernährungsbildung unter einem Dach vereinen. Dadurch sollen Risikobewertungen künftig noch stärker um ernährungsphysiologische und epidemiologische Erkenntnisse ergänzt sowie die wissenschaftliche Beratung und Kommunikation im Bereich Ernährung ausgebaut werden. Über konkrete Auswirkungen auf das Max Rubner-Institut in Detmold, das für Getreide und die Besondere Ernte- und Qualitätsermittlung zuständig ist, ist derzeit noch nichts bekannt.

Auch die Nationalen Referenzlaboratorien werden künftig zusammengeführt, um Forschung, Analytik und den fachlichen Austausch weiter zu stärken. Gleichzeitig sollen

Verbraucher- und Fachkommunikation enger verzahnt werden, um wissenschaftliche Erkenntnisse noch zielgerichteter zu vermitteln.

Die Umsetzung erfolgt schrittweise. Bereits zum 1. Januar 2028 sollen die Nationalen Referenzlaboratorien des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in das BfR sowie wesentliche Aufgaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE), das derzeit bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt ist, in das Max Rubner-Institut überführt werden. Die Gründung des neuen Bundesinstituts ist für das Jahr 2029 vorgesehen und erfordert ein entsprechendes Errichtungsgesetz.