Kategorie-Archiv: Aktuelles

Lehrgang zur Zertifizierten Fachkraft für Mühlen- und Getreidewirtschaft – Jetzt noch anmelden!

Von Anfang März bis Mitte Mai 2022 bietet die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau wieder einen Lehrgang zur „Zertifizierten Fachkraft Mühlen- und Getreidewirtschaft“ an. Der Lehrgang richtet sich vor allem an ungelernte und betriebsfremde Mühlenmitarbeiter. Haben Sie ungelernte Mitarbeiter mit Weiterbildungsbedarf? Jetzt anmelden, es sind noch Plätze frei.

Der Einsatz von ungelernten und berufsfremden Mitarbeitern ist in Mühlenbetrieben mitunter weit verbreitet. Deshalb sollten ungelernte und berufsfremd tätige Mitarbeiter in den Mühlenbetrieben weiterqualifiziert werden, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Dies ist allerdings in den Mühlenbetrieben während des Betriebsalltags nicht so ohne Weiteres möglich.

Die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau bietet daher bereits zum dritten Mal eine Qualifizierung zur „Zertifizierten Fachkraft Mühlen- und Getreidewirtschaft“ an.

Die Anpassungsqualifizierung hat das Ziel, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Mühlenbetrieben in den Bereichen Rohstoffe, Getreidereinigung, Vermahlung und Mühlenlabor zu qualifizieren. Zentrale Lerninhalte sind Getreideannahme, Getreideuntersuchung, Lagerhalung – Kühlen, Trocknen, Belüften -, Vermahlung und Mehluntersuchung.

Der Kurs ist für die Zeit von März bis Mai 2022 vorgesehen. Die Weiterbildungsmaßnahme dauert acht Wochen im Blockunterricht und umfasst 320 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten. Die Teilnehmer müssen vorab eine praktische Tätigkeit im Mühlenbetrieb von mindestens 160 Stunden nachweisen. Der Unterricht wird nach dem Bildungsplan für die Fachschule Meisterschule Müller durchgeführt und gliedert sich in theoretische und fachpraktische Inhalte in der Schulmühle sowie im Mühlenlabor.

Die Kosten des Lehrgangs und des Lohnausfalls können teilweise nach Absprache mit der Agentur für Arbeit von selbiger finanziert werden! Je nach Betriebsgröße können bis zu 100 Prozent der Lehrgangskosten und 75 Prozent des Arbeitsentgeltes von der Arbeitsagentur übernommen werden. Zusätzlich können Zuschüsse zu Unterbringungs- und Fahrtkosten beantragt werden.

Der Lehrgang beinhaltet vier Wochen Praktikum im Betrieb und acht Wochen Seminar an der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau.

Nutzen Sie diese Möglichkeit und melden Sie Ihre Mitarbeiter oder künftigen Mitarbeiter dazu an.

Für weitere Informationen steht Ihnen an der Hoppenlauschule Herr Dr. Baitinger unter Tel.: 0711 – 21657016 oder per E-Mail: andreas.baitinger@hoppenlau.de zur Verfügung. Zudem gibt es Informationen dazu auf der Internetseite www.gshi.de.

Weiterer Anstieg der Verbraucherpreise: Inflationsrate liegt im Dezember 2021 bei 5,4 Prozent

Die Verbraucherpreise im Freistaat steigen im Vergleich zum Dezember des Vorjahres deutlich um 5,4 Prozent. Besonders schnell klettern sie für Heizöl mit einem Anstieg von 62,3 Prozent und auch für Kraftstoffe mit 33,7 Prozent. Selbst ohne diese Preistreiber liegt die Inflationsrate im Dezember 2021 noch bei deutlichen 4,2 Prozent.

Jahresdurchschnittswerte zeigen hohe Preisanstiege auf dem Energiemarkt

Auch im Jahresmittel steigen die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahr 2021 um 3,3 Prozent. Insbesondere auf dem Energiemarkt sind im Mittel für 2021 hohe Preissteigerungen zu beobachten: Für Heizöl müssen die Verbraucher im Jahresmittel 39,1 Prozent, für Kraftstoffe 21,3 Prozent mehr bezahlen.

Nahrungsmittel

Preise für Nahrungsmittel steigen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,3 Prozent. Insbesondere nach oben entwickeln sie sich bei Gemüse mit einem Plus von 7,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch für Fleisch und Fleischwaren müssen 5,7 Prozent höhere Preise akzeptiert werden.

Grafik Verbraucherpreise

Buchbesprechung: Neuauflage des Fachbuches Müllereitechnologie Werkstoffkunde im Müllerbundsverlag erschienen

Das Fachbuch „Müllereitechnologie Werkstoffkunde“ wurde überarbeitet und inhaltlich ergänzt. Die Neuauflage des Buches kann in der Geschäftsstelle des Bayerischen Müllerbundes bestellt werden.

Der Bayerische Müllerbund e. V., München, gibt ab sofort die 9., vollständig überarbeitete, aktualisierte und erweiterte Auflage des Schulbuches Fachkunde Müllereitechnologie Werkstoffkunde heraus.

Im Fachbuch erörtert der Autor Burghard Kirsch ausführlich und aktuell Fragen zu Müllerei-erzeugnissen, Arbeitsbereichen und Tätigkeiten des Müllers sowie zu dessen Aus- und Weiterbildung. Weitere inhaltliche Themenblöcke, auf die in diesem Fachbuch eingegangen werden, sind die Grundlagen der Getreideverarbeitung, Basiswissen der Chemie, Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Grundlagen der Mikrobiologie und der Hygiene, aber auch Grundlagen der Ernährungslehre. Zu den umfangreicheren Hauptthemenblöcken im Buch gehören die Getreidekunde sowie die Laboruntersuchungen. Der Autor beschreibt in weiteren Kapiteln Fragen zum Backen, wie beispielsweise in den Inhaltsbereichen „Direkte Untersuchungen, die Rückschlüsse auf das Backverhalten zulassen“, „Grundlagen der Backwarenherstellung“ und „Backmittel – Mehlbehandlungsmittel – Zusatzstoffe“. Im finalen Inhaltsteil legt das Fachbuch Fragen zum Rechtsrahmen der Müllerei dar.

 Buch Werkstoffkunde

Das für die Mühlenpraxis unersetzliche Fachbuch enthält zusätzlich Informationen über Zulieferer und Dienstleister für die Mühlenbranche.

Das seit Jahren bewährte, praxisbezogene Grundlagenwerk für die müllerische Ausbildung ist im Format DIN A5, 307 Seiten, mit über 200 farbigen Abbildungen neu beim Bayerischen Müllerbund erschienen. Der Bezugspreis beträgt 45,00 Euro brutto, zzgl. Versandkosten und ist über die Geschäftsstelle des Bayerischen Müllerbundes unter Tel.: 089-281155, Fax.: 089-281104 oder per E-Mail: kontakt@muellerbund.de sowie über Fachverlage und Fachbuchhandlungen erhältlich.

Stabile und witterungsbeständige Corona-Hinweisschilder beim Müllerbund kostenlos abrufbar

Die Corona-Pandemie dauert nun schon eine geraume Zeit und die Hinweisschilder, die in den Betrieben aufgrund der geltenden Coronamaßnahmen aufgehängt sein müssen, werden mit der Zeit unansehnlich. Wie wir Sie bereits informiert haben, hat der Bayerische Müllerbund drei Motive für Corona-Hinweisschilder neu ausgearbeitet. Die Hinweisschilder sind ab sofort auch cellophaniert in hochwertiger Ausführung kostenlos beim Müllerbund in höherer Stückzahl erhältlich. Nutzen Sie das beiliegende Bestellformular, wir senden Ihnen die Hinweisschilder gerne kostenlos zu.

Es gibt ab sofort die folgenden drei hochwertigen cellophanierten Hinweisschilder für Sie kostenlos bei uns in der Geschäftsstelle:

3 Schilder Corona Regeln - Kopie_Seite_1

3 Schilder Corona Regeln - Kopie_Seite_2

3 Schilder Corona Regeln - Kopie_Seite_3

Wir empfehlen Ihnen unansehnliche Hinweisschilder gegen diese neunen Hinweise auszutauschen und dies in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.

Sie können die Schilder über das Rückantwort-Fax kostenlos in beliebiger Stückzahl bei uns bestellen. Dazu bitte die Rückantwort ausgefüllt an uns zurück schicken oder mailen.

Buchbesprechung: Das Müllerei-Handbuch

Im Verlag Moritz Schäfer ist ein neues für die Müllerei interessantes Buch erschienen. Der Titel: „Das Müllerei-Handbuch – Faust und Richtwerte für Verfahrenstechnologen der Mühlen– und Getreidewirtschaf“. Das Buch wurde zusammengestellt von Dr. Josef Rampl, Monika Drax, Uwe Schulz und Reinald Pottebaum und kann direkt beim Verlag Moritz Schäfer bezogen werden.

Auf 104 Seiten ist umfangreiches, praxisorientiertes Wissen aus der Müllerei zusammengestellt.

Bei der Auswahl der Themen war das Ziel, ein Nachschlagewerk mit den wichtigsten Kennzahlen und –größen, Tabellen sowie Faust- und Richtwerten zu schaffen. Deshalb sollte es auch in keinem Mühlenbetrieb fehlen.

Buch Müllerei HandbuchEin Kapitel des Buches beschäftigt sich beispielsweise mit Getreide und Inhaltsstoffen. Neben speziellen Daten zum Weizenkorn werden mitunter auch Mykotoxine, Besatz, Unkräuter sowie Richt- und Warnwerte für Getreidemehle aus Weizen, Roggen und Dinkel behandelt.

Wichtige physikalisch-mathematische Grundlagen, Größen und Maßeinheiten wie Hektolitergewicht, Partikel- und Korngrößen etc. werden im Buch erläutert. Ein eigenes Kapitel ist der Zinsrechnung gewidmet.

Das Müllerei-Handbuch sollte in keinem Mühlenbetrieb fehlen, denn es unterstützt Sie in der täglichen betrieblichen Praxis.

Das Buch hat das Format 24×17 cm und wartet mit insgesamt 77 Abbildungen auf.

Es kostet 22,50 Euro inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten und kann beim Verlag Moritz Schäfer am besten direkt online hier bestellt werden.

Nachträgliche Mautreduktion führt zu einer Teil-Rückerstattung von Mautkosten – Ansprüche prüfen!

Die LkW-Mautsätze wurden rückwirkend ab dem 28.10.2020 geändert. Es ergibt sich für davon betroffenen Betriebe eine Möglichkeit der Rückerstattung zu viel bezahlter Maut. Bitte prüfen Sie Ihre Ansprüche und stellen Sie ggf. einen Rückerstattungsantrag.

Für Fahrten im Zeitraum vom 28.10.2020 bis 30.09.2021 können Sie sich aufgrund des 2. EEMD-Gesetzes zu viel bezahlte Maut erstatten lassen, da der Mautteilsatz „Infrastrukturkosten“ rückwirkend wie folgt sinkt:

Grafik Maut

Aus den in der letzten Spalte dargestellten Erstattungsbeträgen multipliziert mit den nachgewiesenen mautpflichtigen Kilometern im Erstattungszeitraum vom 28.10.2020 bis 30.9.2021 kann die Höhe des Anspruchs auf Erstattung von Lkw-Maut errechnet werden.

Beispiel:

LkW 7,5 t bis unter 12 t zulässiges Gesamtgewicht

Kilometer im Zeitraum gefahren: 10.000

Erstattungsanspruch: 10.000 km * 1,5 Ct/km = € 150,00

Stellen Sie Ihren Erstattungsantrag jedoch erst, sobald Ihnen sämtliche Mautaufstellungen/ Abrechnungsinformationen für den Zeitraum vom 28.10.2020 bis zum 30.9.2021 vorliegen (Die Belege sind als pdf-Dokument dem Antrag anzufügen). Eine Nachreichung der Dokumente ist über das Portal nicht möglich und führt zu Verzögerungen in der Antragsbearbeitung.

Dem Antrag sind die Mautaufstellungen der Toll Collect GmbH oder des jeweiligen Anbieters des Europäischen-Elektronischen Mautdienstes sowie das ausgefüllte Kontrollformular (dieses ist als pdf-Dokument im Downloadbereich der Mauterstattung abrufbar) beizufügen. Ein Antrag kann max. 20 verschiedene Kennzeichen umfassen. Bei Bedarf kann ein weiterer Antrag gestellt werden.

Nutzen Sie dazu bitte die Online-Plattform, die auf der Webseite des BAG ab dem 3. November 2021 für eine möglichst einfache Antragstellung bereitsteht.

Hierzu müssen Sie sich einmalig über die Schaltfläche „Konto erstellen“ registrieren. Die erforderlichen Antragsformulare sind danach für Sie freigeschaltet. Wenn Sie bereits ein Konto besitzen, melden sie sich bitte mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an. Sollten Sie das Passwort vergessen haben, nutzen Sie bitte den entsprechenden Link „Passwort vergessen“.

Zugangsdaten aus Förderprogrammen des Bundesamts für Güterverkehr können Sie ebenfalls für die Anmeldung verwenden. Eine erneute Registrierung ist in dem Fall nicht erforderlich.

Das Erstattungsformular und das korrespondierende Kontrollformular können Sie im Anschluss über diese Seite unmittelbar an das Bundesamt für Güterverkehr übermitteln und so eine schnelle Bearbeitung Ihres Antrags gewährleisten.

 

Die schönsten Backideen aus der Mühle – Neues Weihnachtsrezeptheft jetzt bestellen!

Weihnachtszeit ist Backzeit. Viele Müllerinnen und Müller werden vor allem im Mühlenladen oft von den Kunden gefragt, ob es nicht ein Rezeptheft zur Weihnachtszeit mit Rezepten für Plätzchen, Stollen und die anderen weihnachtlichen Süßigkeiten gibt.

Von nun an können Sie auf diese Frage antworten: „Ja, wir haben ein tolles Weihnachtsrezeptheft“, denn der Bayerische Müllerbund hat dies nun im Zuge seiner PR-Arbeit erstellt. Der Titel „Weihnachtszeit! Die schönsten Backideen aus der Mühle“ sagt bereits alles.

Das neue Weihnachtsrezeptheft kann beim Bayerischen Müllerbund bestellt werden und ist für unsere Mitglieder natürlich kostenlos.

Insgesamt 15 Rezepte, die wir zum Teil auch von Ihnen zugesandt bekommen haben, werden in dem neuen Weihnachtsrezeptheft präsentiert. Wie unser anderes Rezeptheft ist das Weihnachtsrezeptheft auch nach den Getreidearten Weizen, Roggen, Dinkel sowie Emmer und Einkorn gegliedert. So gibt es 5 Plätzchenrezepte für Weizenmehl, 6 Rezepte für Dinkelmehl, 2 Rezepte für Roggenmehl und 3 Rezepte entstehen mit Hilfe von Emmer bzw. Einkornmehl.

Neben den klassischen Butterplätzchen über „Himmlische Vanillekipferl“ bis zum „Christstollen aus der Mühle“ wartet das Rezeptheft mit klassischen Weihnachtsrezepten auf. Aber es gibt auch das ein oder andere exotische Rezept mit dazu: Haben Sie schon einmal knusprige Spekulatius aus Emmermehl probiert? Dank unseres Weihnachtsrezepthefts haben Sie nun die Gelegenheit dazu. Oder wie wäre es einmal mit Ingwer Cookies aus Roggenmehl unter dem Christbaum, auch dies macht das neue Rezeptheft möglich.

Wer es gerne deftiger an Weihnachten mag, der kommt auch hier auf seine Kosten und sollte unbedingt die „Kräftigen Lebkuchenmänner“ aus Roggenmehl probieren.

Die Rezepte sind einfach und verständlich be-schrieben, wichtige In-formationen wie Zubereitungszeit oder Backzeit werden auf einen Blick ersichtlich angegeben. Ansprechende und appetitanregende Bilder runden das Rezeptheft ab.

Das Rezeptheft ist gut gelungen und bietet auf 36 Seiten für so ziemlich Jedermann eine Leckerei und sollte in keinem Mühlenladen fehlen. Ihre Kunden werden sich darüber freuen.

Bestellen können Sie das Rezeptheft direkt beim Bayerischen Müllerbund unter Tel.: 089 – 281155, Fax.: 089 -281104 oder per E-Mail: kontakt@muellerbund.de

Interessante Müllereifachtagung in Volkach am Main gut besucht

Nachdem die Müllereiherbstfachtagung in Volkach am Main im vergangenen Jahr pandemiebedingt nur online stattfinden konnte, war es in diesem Jahr unter konsequenter Anwendung der 3G Plus-Regel wieder möglich vor Ort in Volkach zu tagen.

Dass die Müllerinnen und Müller gerne wieder nach Volkach gereist sind, um sich über wichtige Themen der Branche zu informieren, verdeutlichte die hohe Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben den hoch interessanten Vorträgen stand auch die Ehrung des besten Ausbildungsbetriebes auf dem Programm. Als „Highlight“ wurde in diesem Jahr eine neue Mehlkönigin inthronisiert.

Pandemiebedingt war die Anzahl der Teilnehmer nicht ganz so hoch wie in vergangenen Jahren, aber es haben sich dennoch über 250 Personen auf den Weg zur Veranstaltung nach Volkach gemacht. Die Müllereifachtagung bietet neben interessanten und hochaktuellen Vorträgen eine Vielzahl an Ausstellern von wichtigen und kompetenten Zulieferfirmen für die Mühlenwirtschaft.

Es freut uns, dass auch in diesem „ungewöhnlichen“ Jahr die Gäste nicht nur aus Bayern und Deutschland anreisten, sondern auch aus dem benachbarten Ausland, wie Österreich, Schweiz und auch Slowenien sowie Polen, was die Wichtigkeit der Tagung auch bei unseren Nachbarn unterstreicht. Für alle Anwesenden ermöglicht das einen grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch.20211029_111958

Pünktlich eröffnete der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Rudolf Sagberger, am Donnerstagmittag die 46. Müllereiherbstfachtagung. Der erste Vortrag der diesjährigen Tagung wurde von Jörg-Simon Immerz, Leiter Erzeugnisse Agrar bei der BayWa AG München, gehalten. Aus aktuellem Anlass referierte er über „Schwache Qualitäten und volatile Märkte – Herausfordernde Entwicklung der Getreidemärkte im Wirtschaftsjahr 2021/2022“. Die diesjährige Getreideernte ist in Deutschland sehr heterogen ausgefallen und regional lassen die Qualitäten deutlich zu wünschen übrig. Auf der anderen Seite ziehen die Getreidepreise immer weiter an und die Versorgung mit Qualitätsweizen ist ausgesprochen schwach. Herr Immerz ging in seinem Vortrag vor allem auf die Herausforderungen ein, die im aktuellen Getreidewirtschaftsjahr auf die Mühlen zukommen werden.

Danach sprach Jochen Geiger von der Beiselen GmbH in Ulm zum Thema „Quo vadis Biogetreidemärkte: Neue Anforderungen des Einzelhandels in Verbindung mit steigenden Verbrauchererwartungen“. Herr Geiger berichtete darüber, welche Forderungen der Einzelhandel gegenüber der Bio-Getreidewertschöpfungskette definiert, um den aus seiner Sicht geänderten Verbrauchererwartungen gerecht zu werden.

Im Anschluss daran sprach Thomas Zehnter von Main-Öko und Main-Korn aus Würzburg über die Ziele und das Konzept von Main-Öko und Main-Korn und ging dabei auf die Vermarktungssituation der Ernte 2021 aus Sicht der Landwirte ein.

Nach einer kurzen Pause referierte Herr Ulf Müller, Leiter Qualitätsmanagement bei Goodmills Deutschland über das Thema „Allergene Kreuzkontaminationen im Getreide – Herausforderungen für die vorgelagerte Getreidekette und die Mühlen“. Im Mittelpunkt standen hier unvermeidbare Kreuzkontaminationen z.B. mit Soja auf den Vorstufen der Mühlen. Allergene Einträge, die spätestens im Mehl genau gemessen werden und die uns Mühlen vor große Herausforderungen stellen.

Sascha Behrens von der Foss GmbH in Hamburg gab danach einen kurzen Einblick in die „Neuheit bei der Mykotoxin Schnelltestung“. Im Anschluss daran sprach Christian Guschker von der Regierung von Unterfranken über das Thema „Wasserschutzbrot – Grundwasserschutz zum Genießen!“ Landwirte, Müller und Bäcker verpflichten sich beim Wasserschutzbrot gemeinsam für mehr Grundwasserschutz und stellen dafür Düngeregeln auf. Beim Bäcker wird für freiwilligen Grundwasserschutz bei den Brotkunden geworben.

Zum Abschluss des Donnerstags gab Michael Hiestand von der Meyermühle in Landshut einen Erfahrungsbericht ab. Sein Vortragsthema lautete: „Nachhaltigkeit: Der Weg zur klimaneutralen Mühle“. Das Thema Nachhaltigkeit und Klimaneutralität ist eines der großen Zukunftsthemen – auch in der Mühlenwirtschaft. Michael Hiestand gab uns einen Einblick in Form eines Erfahrungsberichtes, wie sich die Meyermühle auf dem Weg zur klimaneutralen Mühle gemacht hat, welche Herausforderungen es gab und wie dieses Ziel erreicht wurde.

Wie jedes Jahr fand am Abend des ersten Tagungstages ein zwangloser Müllerstammtisch in ausgewählten Lokalen in der Volkacher Altstadt statt. Bei gutem fränkischen Essen und Weinen nutzten zahlreiche Müllerinnen und Müller die Gelegenheit, sich wieder einmal untereinander fachlich auszutauschen.

Am Freitagmorgen wurde der erste Vortrag von Manuel Gehrke von der BGN in Hannover gehalten. Sein Thema lautete: „Schnell kann es passieren – Unfälle in Mühlen und Mischfutterwerken“. Manuel Gehrke gab uns einen Einblick in die klassischen Betriebsunfälle in der Mühlenbranche und gab praktische Tipps, wie diese vermieden werden können.

Das zweite Referat am Freitag lautete „Verwertung von Mühlennachprodukten zu proteinreichen, innovativen Futtermitteln“ und wurde von Wolfgang Westermeier von Farminsect in Bergkirchen gehalten. Die Firma Farminsect hat sich auf die Erzeugung von proteinreichen Futtermitteln aus Insekten spezialisiert. Als Ausgangsmaterialien dienen Mühlennachprodukte wie Kleie und Grießkleie.

Nach einer kurzen Pause referierte Prof. Dr. Friedrich Longin von der Universität Hohenheim über das Thema: „Aller Unkenrufe zum Trotz: Weizen macht immer noch nicht krank und dumm – Update zu Fodmap, ATI und Verträglichkeit!“ Prof. Longin berichtete dabei über die neusten Erkenntnisse bzgl. des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Unverträglichkeiten von Weizen.

„Von der Bohne zum Burger“ lautete der nächste Vortragstitel von Alexandra Londono Baderschneider und Dr.-Ing. Christoph Schill von der Bühler AG in Uzwil. Beide Referenten gaben einen Einblick über die Verarbeitung von pflanzlichen Produkten zu innovativen Lebensmitteln und über mögliche neue Märkte für die Mühlenwirtschaft.

Vor der Mittagspause stellte Martin Hofmeir von ThermoNox in Fahlenbach „Erste Erfahrungsberichte bei der Siloentwesung mit dem ThermoNoxilo“ vor. Der ThermoNoxilo ist nun seit über einem Jahr im praktischen Einsatz bei der Siloentwesung. Martin Hofmeir demonstrierte in seinem Vortrag praktische Anwendungsfälle und Möglichkeiten der neuen Technik bei der Wärmeentwesung von Silozellen.

Nach der Mittagspause stellten sich wie jedes Jahr die Fachfirmen vor.

Am Freitagnachmittag ging es rund um die Getreidequalitäten und Getreidezüchtung.

Wie jedes Jahr wurde dabei die Brotgetreidequalität der deutschen und bayerischen Ernte 2021 vorgestellt. Hierzu referierten Herr Jens Begemann vom MRI in Detmold und Dr. Robert Aberham vom Labor Aberham in Großaitingen.

Danach referierte Klaus Schröder von der Bindewald GmbH in Bischheim zum Thema „Mehlqualität natürlich mit Malzmehl eingestellt“ und nannte die Vorteile einer müllerischen Verwendung von Malzmehl.

Vor der Kaffeepause wurde den Teilnehmern am diesjährigen DON-Vorerntemonitoring ihr Teilnahmezertifikat durch Peter Eiblmeier, von der LfL, Landesanstalt für Landwirtschaft in Weihenstephan und Dr. Josef Rampl überreicht. Allen teilnehmenden Mühlen nochmals ein herzliches Dankeschön.

Nach der Pause stellte Dr. Lorenz Hartl von der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising die „Aktuelle Sortenentwicklung bei Winterweizen, Dinkel und Roggen“ vor und ging  hierbei insbesondere auf die „Sorteneigenschaften und Backqualitäten“ der neu auf dem Markt zugelassenen und empfohlenen Sorten ein.

Den letzten Vortrag am Freitagnachmittag hielt Prof. Dr. Peter Köhler von der biotask AG in Esslingen. Er sprach in erster Linie über „Mutterkornalkaloide bei Weizen und Roggen“ und ging auf die Ergebnisse des Europäischen Getreidemonitorings im Lichte der neuen EU-Gesetzgebung ein.

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Der Fränkische Abend führte in diesem Jahr in das Schloss Sulzheim. Bei gutem Essen und ausgewählten Weinen konnten sich die Tagungsteilnehmer wieder einmal richtig miteinander austauschen. Dieses Jahr gab es gleich zwei Höhepunkte am Fränkischen Abend: Zum einen wurde die Nützel-Mühle als bester Ausbildungsbetrieb 2021 geehrt und zum anderen wurde die neue bayerische Mehlkönigin Anna Straubinger von der Straubinger-Mühle in Rain am Lech inthronisiert. Ihre Vorgängerin Martina Knecht von der Knecht-Mühle in Obernburg-Eisenbach wurde entsprechend aus dem Amt verabschiedet. Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Rudolf Sagberger, bedankte sich bei der scheidenden Bayerischen Mehlkönigin, Martina Knecht, für die Erfüllung ihres Amtes von 2017 bis 2021 und ihre gute Arbeit als „Gesicht“ und „Botschafterin“ unseres Grundnahrungsmittels Nummer eins, dem Mehl. Im Anschluss daran ernannte Rudolf Sagberger Frau Anna Straubinger von der Straubinger-Mühle im schwäbischen Rain am Lech zur neuen Bayerischen Mehlkönigin, gratulierte ihr herzlich und wünschte viel Erfolg bei ihrem ehrenwerten Amt.

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Wir möchten Frau Martina Knecht an dieser Stelle noch einmal herzlich für Ihre meisterliche Tätigkeit als Botschafterin unserer Produkte danken und Frau Anna Straubinger viel Erfolg für ihre Zeit als Bayerische Mehlkönigin wünschen.

Am Samstagmorgen drehte sich im Vortragssaal dann alles um die Müllereitechnik. In diesem Themenblock wurden zahlreiche technische Themen und Neuerungen belichtet. So referierte Gerald Hartmann von der Cube GmbH in Magdeburg über das Thema: „Digitale Instandhaltung von Mühlenbetrieben“.

Andreas Müller von der Bühler GmbH in Braunschweig und Felix Scharf von der Otto Crienitz KG in Wünschendorf stellten danach den „Umbau und Modernisierung einer Weizenmühle“ vor.

Christian Rückert aus Landshut sprach im Anschluss über „3D-Scan und die Vorteile beim Mühlenbau“. Die Vermessung mittels 3D-Techniken kann die Modernisierungs- und Umbauzeiten einer Mühle deutlich verkürzen, da sie eine detailgetreue Aufnahme des Bestandes ermöglicht.

Nach einer kurzen Pause stellten Franz Boeltzig, Jost Sühwold und Dennis Beutlig ihre DMSB-Projektarbeit vor. Sie befassten sich dabei mit dem Thema „Neubau der Netzung und Optimierung der Reinigung“.

Danach demonstrierte Jan Gausepohl von Gausepohl Concepts in Rätzlingen den innovativen Neubau einer glutenfreien Hafermühle, bei dem Herr Gausepohl selbst die Projektleitung übernommen hat.

Den Abschluss der diesjährigen Volkacher Herbstfachtagung machten Andreas Kastenmüller und Franz Schmid von der Kastenmüller GmbH in Martinsried. In ihrem Vortrag stellten Sie den „Neubau eines Mühlensystems zur Feinvermahlung für Sonderprodukte“ vor.

Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Rudolf Sagberger, dankte in seinem Schlusswort allen Müllerinnen und Müllern für ihr Kommen und das mitgebrachte Interesse und stellte nochmals die Wichtigkeit der Volkacher Müllereifachtagung in den Vordergrund. Abschließend bat er die Teilnehmer auch in Zukunft diese informative Plattform für die Branche zu nutzen, um sich untereinander auszutauschen, miteinander zu diskutieren und den eigenen Horizont zu erweitern.

Müllereifachtagung 2021 findet in Volkach am Main mit 3G Plus-Regel statt!

Bald ist es soweit, dann startet die 46. Müllereifachtagung für Getreide, Qualitätsbeurteilung, Technologie und Wirtschaft in Volkach am Main. Vom 28. bis 30. Oktober 2021 dreht sich in diesem Jahr alles erfreulicherweise wieder in einer Präsenzveranstaltung um die Müllerei und ihre vor- und nachgelagerten Bereiche, wozu wir Sie heute noch einmal herzlich einladen möchten. Die Müllerei-Herbstfachtagung kann nach aktuellen Corona-Regeln unter der 3G Plus-Regel im Pfarrheim, in Volkach stattfinden.

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Durch die Änderung der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am 04. Oktober 2021 kann die Müllereifachtagung in Volkach definitiv als Präsenzveranstaltung und wie gewohnt im Pfarrheim stattfinden.

Nach der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist in Bayern der Besuch von Veranstaltungen wieder ohne Maske und Abstand möglich, wenn die 2G-Regel (geimpft, genesen) oder die 3GPlus-Regel angewandt wird.

3G Plus bedeutet, dass nur Personen die geimpft oder genesen sind oder einen gültigen negativen PCR-Test vorweisen können (ein Corona-Schnelltest ist nicht ausreichend!), Zutritt zur Veranstaltung haben.

Dies gibt uns die Möglichkeit unsere Herbstfachtagung wieder ganz „normal“ im Pfarrsaal in der Engertstraße in Volkach am Main abhalten zu können. Bitte denken Sie an Ihre Nachweiszertifikate!

Nachfolgend nun noch einmal kurz der Tagungsablauf:

Wie gewohnt ist das Programm wieder in vier Themenbereiche unterteilt:

  • Getreidewertschöpfungskette  (Donnerstag, 28.10.21 –  nachmittags)
  • Müllerei und Wirtschaft (Freitag, 29.10.21 – vormittags)
  • Getreidequalitäten und Getreidezüchtung  (Freitag, 29.10.21 – nachmittags)
  • Müllereitechnik (Samstag, 30.10.21 – vormittags)

Die Tagung beginnt am Donnerstag, 28. Oktober 2021 um 13 Uhr. Der letzte Vortrag beendet am Samstag, den 30. Oktober 2021 die Fachtagung gegen 13 Uhr.

Wie immer gibt es ein ansprechendes, geselliges Rahmenprogramm, sodass auch das „sich miteinander Austauschen und Fachsimpeln“ nicht zu kurz kommt.

Ein Highlight im Rahmenprogramm ist immer unser Fränkischer Abend, der am Freitag, den 29. Oktober 2021 im Anschluss an die Vorträge stattfindet. In diesem Jahr fahren wir gemeinsam in das  Schloss Sulzheim. Wir laden Sie dort zu gutem fränkischen Essen und ausgewählten fränkischen Weinen ein. Die Busse zum Fränkischen Abend fahren um 19.00 Uhr vom Schulparkplatz in Volkach ab. Die Rückfahrten sind für 23.30 Uhr und 24.00 Uhr geplant.

Die Kosten betragen für Mitglieder des Bayerischen Müllerbundes 130 €, inklusive Fränkischer Abend. Für Jungmeister, Studenten der DMSB und Auszubildende beträgt der Eintritt 60 € sowie für Gäste 150 €. Bei Teilnahme von mehreren Betriebs- und Familienangehörigen ist der Beitrag nur einmal zu entrichten. Lediglich für den Besuch des Fränkischen Abends (Freitag, den 29.10.2021) wird für jede weitere Person der Betrag von € 50,00 gesondert berechnet.

Die Tagung findet im Saal des Katholischen Pfarrheims in der Engertstraße 9, 97332 Volkach, statt.

Hier finden Sie das komplette Tagungsprogramm 2021.

Förderprogramm „Wasserkraftanlagen“ – Anträge können ab sofort gestellt werden

Die seit langem erwartete Richtlinie eines Förderprogramms für Wasserkraftanlagen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, wurde nun veröffentlicht. Die Förderung in Höhe von 25 % bzw. maximal 200.000 € der zuwendungsfähigen Kosten kann ab 1. Oktober 2021 beantragt werden. Aufgrund beihilferechtlicher Vorgaben der Europäischen Union wurde das Förderprogramm so gestaltet, dass lediglich eine auftretende „Wirtschaftlichkeitslücke“ gefördert werden kann. DIES BEDEUTET, DASS VOR ALLEM WASSERKRAFTANLAGENBETREIBER, DIE GRÖßERE UMBAU- UND MODERNISIERUNGSMAßNAHMEN PLANEN, CHANCEN HABEN IN DEN GENUSS DER FÖRDERUNG ZU GELANGEN. Das Förderprogramm ist zunächst bis zum 31. Dezember 2024 befristet

Erfahrungsberichte zum Erneuerbare-Energien-Gesetz und Marktanalysen zeigen, dass vor allem bei kleineren Wasserkraftanlagen trotz einer EEG-Förderung wirtschaftliche Anreize erforderlich sind, damit umfassende Maßnahmen zur Modernisierung und Leistungssteigerung – häufig in Verbindung mit gewässerökologischen Verbesserungen – durchgeführt werden.

Ziel der Förderung ist die umweltverträgliche Ertüchtigung von bestehenden Anlagen mit einer Steigerung der Stromerzeugung um mindestens 10 Prozent, die Sanierung und Wiederinbetriebnahme von stillgelegten Anlagen und die Optimierung von Standorten durch Ersatzneubauten.

Das Wichtigste in Kürze haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Der Gegenstand der Förderung:

Zulassungspflichtige als auch nicht zulassungspflichtige Ertüchtigungsmaßnahmen an bestehenden Wasserkraftanlagen in Bayern werden gefördert, wenn

  • durch die Maßnahmen das Leistungsvermögen der jeweiligen Anlage um mindestens 10 Prozent erhöht wird, und
  • die Umsetzung der Maßnahmen zu einem Zahlungsanspruch gegenüber dem Netzbetreiber nach dem EEG 2021 führt („Einspeisevergütung“ oder „Marktprämie“), und
  • aufgrund der Maßnahmen eine Wirtschaftlichkeitslücke vorliegt.

Zulassungspflichtige Wiederinbetriebnahmen und Ersatzneubauten von Wasserkraftanlagen können gefördert werden, wenn

  •  die Umsetzung der Maßnahmen zu einem Zahlungsanspruch gegen den Netzbetreiber nach dem EEG 2021 führt („Einspeisevergütung“ oder „Marktprämie“), und
  • aufgrund der Maßnahmen eine Wirtschaftlichkeitslücke vorliegt.

Die Zuwendungsempfänger:

Antragsberechtigt sind natürliche Personen, juristische Personen des Privatrechts, Personengesellschaften, kirchliche Einrichtungen und juristische Personen des öffentlichen Rechts der mittelbaren Landes- und Bundesverwaltung mit eigener Rechtsträgerschaft (insbesondere kommunale Gebietskörperschaften, Anstalten, Stiftungen, Kammern), wenn sie Eigentümer oder rechtmäßige Betreiber einer Wasserkraftanlage oder eines Querbauwerks in Bayern sind.

Die Höhe der Zuwendung:

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung in Form einer nicht rückzahlbaren Anteilfinanzierung. Die Höhe der Zuwendung beträgt bis zu 25 Prozent der als zuwendungsfähig anerkannten Ausgaben, dabei ist der Schwellenwert der De-minimis-Verordnung (höchstens 200.000 Euro pro Unternehmen innerhalb von drei Steuerjahren) einzuhalten und ist zudem durch die Wirtschaftlichkeitslücke begrenzt, die von der Bewilligungsstelle ermittelt wird. Förderhöchstbetrag ist der niedrigere der beiden Beträge.

Von einer Förderung ausgeschlossen sind Maßnahmen, bei denen im Rahmen der Antragsprüfung durch die Bewilligungsstelle Förderhöchstbeträge von weniger als 5 000 Euro ermittelt werden (Bagatellgrenze)

Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen als dem EEG ist nicht zulässig.

Eine Zuwendung für eine Wasserkraftanlage kann nach der Förderrichtlinie, der allgemeinen haushaltsrechtlichen Bestimmungen und dem EEG 2021 ohne Rechtsanspruch und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nur einmal während der Laufzeit des Förderprogramms gewährt werden.

Wie kann man sich für eine Förderung bewerben?

Die Antragstellung erfolgt in einem abgestuften Verfahren. Dazu benötigen Sie Informationen zu den ungefähren Projektkosten, erwarteter Produktion und Leistungsfähigkeit, sowie zum Eigenverbrauch und ggf. zur Belieferung Dritter.

Danach sind die Daten in ein Berechnungsverfahren (Exceltabelle) einzutragen. Die Datei kann hier heruntergeladen werden:

https://www.bayern-innovativ.de/services/asset/pdf-dokumente/projekttraeger-bayern/anhang-foerderrichtlinie-wasserkraft-berechnung-foerdersumme.xlsx

Ein Projektentwurf ist auf min. 2 Seiten zu skizzieren und mit dem Projektträger Bayern durchzusprechen. Sollten Sie bereits ein aussagekräftiges Angebot vorliegen haben, können Sie auch dieses einreichen und mit dem Projektträger durchsprechen. Auch sollten die Daten für das o.g. Berechnungsverfahren vorliegen.

Wenn die Beratung ergibt, dass ein Antrag erfolgreich erscheint, schaltet der Projektträger Ihnen einen Zugang zur Online-Antragstellung frei. Der Antrag ist dann auch in Papierform einzureichen.

Nach Eingang des Antrags können Sie mit der Auftragserteilung auf eigenes Risiko beginnen. Alternativ können Sie bis zur Zustellung des Förderbescheids (verbindliche Förderentscheidung) warten.

Projektträger Bayern – Beratung und Antragstellung

Das Förderprogramm wird von dem Projektträger Bayern abgewickelt. Der Projektträger ist damit Bewilligungsstelle und zentraler Ansprechpartner in allen Fragen zum Förderprogramm.

Weitere Information zur Beratungsleistung und Kontaktdaten finden Sie hier:

https://www.bayern-innovativ.de/seite/foerderprogramm-wasserkraftanlagen

Weitere Informationen zum Förderprogramm können Sie gern in der Geschäftsstelle abrufen.