Kategorie-Archiv: Aktuelles

PR-Broschüre: 5 Minuten-Info über Dinkel und Mehl nun erhältlich

Broschüre 5-Minuten-Info über Dinkel und MehlDie Trilogie des Bayerischen Müllerbundes ist nun komplett: Als letztes wurde nun auch die Broschüre „5 Minuten-Info über Dinkel und Mehl“ fertig-gestellt und ist ab sofort beim Bayerischen Müllerbund unter Tel.: 089-281155, Fax.: 089-281104, E-Mail: kontakt@muellerbund.de zu beziehen.

Diese Broschüre über Dinkel und Mehl gibt in Kürze die wichtigsten Informationen, die ein Verbraucher über den Anbau von Dinkel in Deutschland, die Vegetation, die Ernte und die Vermahlung des Getreides zum wertvollen Grundnahrungsmittel Nummer Eins, dem Mehl, braucht.

Auf insgesamt sechs Seiten gibt es geschichtliches und statistisches zum Dinkelanbau. Ausführlich wird zudem beschrieben, was mit dem Getreide in der Mühle passiert und schließlich werden die einzelnen Dinkelmehl-Typen vorgestellt und erklärt, welche Mehltype sich wofür am besten eignet. Auch der Gesundheitsaspekt des Dinkels wird in der Broschüre beleuchtet. Ein Rezept für einen Marmorkuchen aus Dinkelmehl Type 630 rundet die Broschüre ab.

Neben der Dinkel-Broschüre sind selbstverständlich auch die beiden anderen Broschüren „5 Minuten-Info über Weizen und Mehl“ und „5 Minuten-Info über Roggen und Mehl“ beim Bayerischen Müllerbund für Mitglieder kostenlos in beliebiger Stückzahl zu beziehen.

Nun haben Sie einen guten Grundstock an Informationsmaterial, das Sie Ihren Kunden mit an die Hand geben können. Die Broschüren 5-Minuten Info über Weizen, Roggen, Dinkel und Mehl werden über den PR-Cent finanziert.

Nichts geht verloren in bayerischen und deutschen Mühlen: Mehl- und Nebenprodukteherstellung aus Getreide arbeitet höchst effizient

Nichts geht verloren in bayerischen und deutschen Mühlen - Mehl- und Nebenprodukteherstellung aus Getreide arbeitet höchst effizientMünchen, Juli 2012 -Bayerische Mühlenbetriebe vermahlen jährlich ca. 1,3 Mio. t Brotgetreide zu gut 1 Mio. t Mehl. Der größte Teil stammt aus heimischem Anbau. Beim Herstellungsprozess gelangen nur saubere und gereinigte Körner auf den Walzenstuhl. Dort brechen gegenläufige Walzenpaare aus Stahl die Schalen auf und legen den Mehlkörper frei. Nach jedem Mahldurchgang werden Schalenteile abgesiebt bis die gewünschte Mehlfeinheit und -reinheit vorliegt. Die dabei entstehenden Mühlennachprodukte wie Kleien und Nachmehle eignen sich hervorragend für die Nutztierfütterung. Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) prüft die Futtermittel regelmäßig und trägt so zu einer tiergerechten und umweltschonende Fütterung bei. Zusammen mit dem Bayerischen Müllerbund wurden kürzlich alle üblichen Mühlennebenprodukte auf ihre Eignung in der Verfütterung untersucht.

Vor allem in der Schweinefütterung kommen Mühlennachprodukte zum Einsatz. Die Futterzusammenstellung erfolgt gezielt nach den jeweiligen Nährstoffgehalten der Rohstoffe und den Prinzipien einer vollwertigen Tagesversorgung der Tiere. Die Art der hergestellten Mühlennebenprodukte hängt von der angestrebten Mehlausbeute und dem Ausgangsgetreide in der Mühle ab. Eine tiergerechte und umweltschonende Fütterung ist möglich, wenn man die wertgebenden Futterinhaltsstoffe kennt. Dazu zählen Rohprotein und Aminosäuren, Rohfaser und Energiegehalt sowie Mineralstoffe. Aus diesem Grund überprüfte die LfL zusammen mit dem Bayerischen Müllerbund alle Futterstoffe und Mühlenerzeugnisse auf ihren Futterwert und passte die entsprechende Futterwerttabelle an. Die Ergebnisse wurden in einem Faltblatt und in einer umfangreichen Broschüre zusammengefasst, die bei der LfL in Grub und beim Bayerischen Müllerbund in München Tel. Nr. 089/281155 oder www.muellerbund.de erhältlich sind.

Um das Nahrungsmittel Mehl herzustellen, gilt es bei der Getreideerzeugung, beim Mahlen sowie bei den Müllerei-Nebenprodukten höchste hygienische Standards einzuhalten. Daher werden alle Mühlen im Rahmen des Qualitätssicherungssystems „QS“ regelmäßig nach festgesetzten Prüfplänen getestet. Viele Mühlen nehmen zusätzlich und freiwillig am Europäischen Getreidemonitoring oder am bayerischen Vorerntemonitoring für Mahlgetreide teil. Somit wird höchste Qualität nicht nur beim Lebensmittel Mehl sondern auch bei den Futtermittelerzeugnissen aus Mühlen garantiert.

Das Projekt wurde durchgeführt mit der freundlichen Unterstützung vom Cluster Ernährung.

Hier gehts zur Pressemitteilung, Download des Flyer, Download der umfangreichen Fütterungsbroschüre

Bayerischer Müllerbund gründet mit der BayWa AG und dem Genossenschaftsverband Bayern Löschverbund zur Silobrandbekämpfung

Warengenossenschaften, Händler und Müller haben in der Getreidewertschöpfungskette viele Gemeinsamkeiten. Eine dieser Gemeinsamkeiten ist die Lagerung und der Umschlag von Getreide. Dabei können sich in seltenen Fällen Getreidebestände in Siloanlagen bei unsachgemäßer Lagerung durch Fermentation selbst entzünden. Diese Brände sind mit herkömmlichen Löschmitteln wie Wasser nur schwer einzudämmen. Um Silobrände gezielt und sicher löschen zu können, haben sich der Bayerische Müllerbund e.V., die BayWa AG und der Genossenschaftsverband Bayern in Vertretung der bayerischen Raiffeisen-Handelsunternehmen dazu entschlossen, zwei große Inertisierungsgeräte anzuschaffen und in die professionellen Hände der Berufsfeuerwehren Regensburg und Würzburg zu legen. Die beiden Inertisierungsgeräte verfügen je über eine Leistung von 260 m³ pro Stunde. Bei größeren Siloanlagen besteht sogar die Möglichkeit beide Inertisierungsgeräte zusammenzuziehen. Die Geräte können im Falle eines Silobrandes überregional zum Einsatz gebracht werden, da Silobrände sich relativ langsam ausbreiten.

Es ist ein deutschlandweit einmaliges und vorbildhaftes Pilotprojekt geglückt, das Anerkennung verdient. Durch die Stationierung von Inertisierungsgeräten bei den Berufsfeuerwehren in Würzburg und Regensburg wurde eine flächendeckende Versorgung zur Inertisierung von Silozellen in Bayern und im Schadensfall auch darüber hinaus aufgebaut. Durch die Sauerstoffverdrängung bei der Inertisierung werden größere Schäden in der Folge von Silobränden verhindert. Da ein Silobrand sich wie ein Glimmbrand nur langsam ausbreitet, bestätigte ein vorliegendes Gutachten, dass von den Stützpunkten Regensburg und Würzburg alle Orte im Freistaat Bayern binnen 6 Stunden bzw. in ausreichender Zeit erreicht werden können. Aber auch ein übergebietlicher Einsatz der Gerätschaften ist vorstellbar. Die Alarmierung erfolgt über die Leitstelle der Feuerwehren. Die Berufsfeuerwehren Regensburg und Würzburg rücken nur auf Anforderung an, wenn dies die Situation auch erfordert und wirken mit den Speziallöschgeräten unterstützend. Die Ortsfeuerwehr behält dabei die Einsatzleitung.

„Durch die Zusammenarbeit der Städte und Berufsfeuerwehren Würzburg und Regensburg mit der BayWa AG, dem Bayerischen Müllerbund e.V. und dem Genossenschaftsverband Bayern in Vertretung der bayerischen Raiffeisen-Handelsunternehmen ist ein deutschlandweit einzigartiges und vorbildhaftes Pilotprojekt auf die Füße gestellt worden, welches durch den professionellen Einsatz der Berufsfeuerwehren nicht nur mehr Sicherheit verspricht, sondern auch die teilnehmenden Betriebe am Löschverbund von zusätzlichen Kosten entlastet“, betonte der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Ludwig Kraus. Denn bei Siloneubauten werden oftmals diese Inertisierungsgeräte im Rahmen der Sicherheitsauflagen vorgeschrieben. Eine teure Anschaffung für jeden einzelnen Silobetreiber, die zusätzlich Geld im Unterhalt kostet und im Zweifelsfall von niemanden bedient werden kann, wird so durch ein funktionierendes System ersetzt, ergänzte der Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes, Dr. Josef Rampl . Mit dieser Anschaffung schaffen wir nicht nur mehr Sicherheit für die Siloanlagenbetreiber, sondern auch für die Feuerwehren. Zudem können sich so unsere Betriebe von dieser sicherheitsrelevanten Bauauflage befreien. Bereits zwei Mitglieder des Bayerischen Müllerbundes konnten sich so von den Auflagen nachträglich exkulpieren. Dr. Alexander Büchel, Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern, ergänzte: „Die Inertisierungsgeräte leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit in Getreidesilos.“

Sie, als Müllerbunds-Mitglied sind mit der Verbandsmitgliedschaft automatisch Mitglied im Verdampferlöschverbund und können direkt von den Vorteilen profitieren. Es werden nun als nächster Schritt noch Übungs-Löscheinsätze absolviert, um eine reibungslose Funktion zu garantieren. Danach sind die Gerätschaften voll einsatzfähig.

Falls Sie Informationsmaterial, Ablaufpläne o.ä. für Ihre Unterlagen benötigen, melden Sie sich bitte bei uns in der Geschäftsstelle in München unter Telefon: 0 89 / 28 11 55, Fax: 0 89 / 28 11 04 oder E-Mail: kontakt@muellerbund.de.

Impressionen:

Die Titel Bachelor und Müller-Meister sind gleich viel wert!

Ende Januar haben sich Bund, Länder und Tarifparteien nun auf einen Kompromiss über eine einheitliche Rangliste für Schul- und Berufsausbildungen geeinigt.

Zu den wichtigsten Punkten der Einigung gehört, dass der Bachelor-Abschluss, der an Hochschulen erworben wird, dem Handwerks-Meister gleichgestellt wird.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan nannte diese Entscheidung einen „wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bildungsraum Europa“. Demnach sollen nun die zweijährige berufliche Erstausbildung auf Niveau 3 eingestuft werden und drei- und dreieinhalbjährige Erstausbildungen auf Niveau 4. Bachelor und der deutsche Handwerks-Meister befinden sich beide auf demselben Bildungs-Niveau 6. Schavan betonte hierbei, dass die hochschulische Bildung und die berufliche Bildung gleichwertig seien.

Politik, Hochschulen und Sozialpartner haben sich auf die Einführung des deutschen Qualifikationsrahmens geeinigt. Dieser soll die Grundlage für eine europaweite Einstufung von akademischen und beruflichen Abschlüssen bilden. Darin werden nun Hochschul- und berufliche Bildung als gleichwertig angesehen. Das soll die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Ausbildungssystemen erhöhen. Ziel dabei ist es, den Bildungsraum Europa übersichtlicher zu machen und für mehr Mobilität zu sorgen.

Der Bayerische Müllerbund begrüßt diese Entscheidung. Es zeigt vor allem auch, wie hochwertig unsere Berufsausbildung in Verbindung mit dem Meisterbrief ist und welcher Stellenwert der Meisterwürde in unserer Gesellschaft beigemessen werden muss. Dies ist eine Aufwertung auch für den Müllerberuf, da mit der Gleichstellung von Bachelor und Meister die Berufsausbildung in Kombination mit dem Erwerb des Meistertitels für junge Menschen wesentlich interessanter wird.

Pressemitteilung: Monitoringprojekt sichert hohe Lebensmittelqualität von Getreide und Mehl

Bayerisches Mehl, der Rohstoff Nummer Eins für die heimische Ernährung, wird dem Verbraucher auch in Zukunft in hoher Qualität zur Verfügung stehen. Dies ist das Ergebnis eines fünfjährigen Monitoringprojekts im Winterweizen, das die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zusammen mit dem Bayerischen Müllerbund, dem Verband Deutscher Mühlen, dem Bayerischen Landhandelsverband, der BayWa AG sowie dem Cluster Ernährung im Bayerischen Landwirtschaftsministerium durchgeführt hat. Zum Abschluss des Projekts bedankten sich der Präsident der Bayerischen Landesanstalt Jakob Opperer und der Geschäftsführer des Bayerischen Müllerbundes Dr. Josef Rampl im Namen aller Projektpartner bei den teilnehmenden Landwirten und Mühlen für ihren Einsatz.

Sowohl Landwirte als auch Mühlen und Handel tragen wesentlich dazu bei, den Verbraucher mit qualitativ hochwertigen bayerischen Mehl- und Backwaren zu versorgen. Die Qualität des Getreides kann durch Stoffwechselprodukte von in der Natur vorkommenden Pilzen beeinträchtigt werden. Bereits vor der Ernte untersuchen daher die Landwirte in einem Vorerntemonitoring ihre Weizenbestände auf Pilzbefall an den Ähren. In den allermeisten Fällen liegt der Befall unter der Nachweisgrenze. Bei Bedarf können sofort weitere Maßnahmen eingeleitet werden. In den Mühlen wird anschließend die Rohstoffqualität während der Reinigung und Verarbeitung weiter kontrolliert und verbessert. Diese Maßnahmen führten im Untersuchungszeitraum zur gewünschten hohen Mehlqualität, wie sie auch Stiftung Warentest in der aktuellen Oktoberausgabe 2011 bestätigt.

Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes Ludwig Kraus betonte: „Unsere Mühlen können in diesem Jahr die Backwarenhersteller mit Mehl in bester Qualität zur Herstellung von Broten, Brezen und Semmeln ausreichend beliefern.“ Da die Ernte in diesem Jahr insgesamt sehr heterogen ausgefallen sei, müsse die Branche allerdings mit Herausforderungen an die müllerische Kunst und somit mit Mehraufwand und Kosten rechnen.

Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Ludwig Kraus, überreichte einen Sack unseres qualitativ hochwertigen Produkts Mehl an Herrn Opperer zum Dank.
Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Ludwig Kraus, überreichte einen Sack unseres qualitativ hochwertigen Produkts Mehl an Herrn Opperer zum Dank.

Broschüre zur Brotdiät jetzt online

Unter dem Titel „Schlank & fit – mit Backen & Brotzeit“ hat die Vereinigung Getreide- , Markt- und Ernährungsforschung (GMF) ein praktisches Diätkon­zept neu entwickelt , das ernährungswissenschaftlich geplant , geprüft und umgesetzt wurde. Es entstand im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungs­projektes der GMF mit der Hochschule Niederrhein (Abt. Mönchengladbach , FB Oe­cotrophologie). Die Veröffentli­chung erfolgte im Rahmen unseres Programms zur Mühlen-PR und wurde – ebenso wie das Hochschulprojekt – zur Hälfte von den beiden Verbänden des Back­gewerbes begleitet.

Hier geht’s zum Download der Broschüre

Film über den letzten Natursteinmühlenbauer in Deutschland – Wolfgang Strakosch

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Aufgrund der umfangreichen Datengröße des Videos kann es je nach Internetverbindung zu längeren Ladezeiten kommen.

 

Mit freundlicher Empfehlung von:
Regio TV – Schwaben GmbH & Co. KG.
Bahnhofstraße 20
89073 Ulm
Telefon: 07 31 / 4 00 19 – 1 90
Fax: 07 31 / 4 00 19 – 1 91
Internet: http://www.regio-tv.de

36. Volkacher Müllereifachtagung wieder sehr gut besucht!

Bereits zum 36. Mal fand die allseits beliebte Müllereifachtagung für Getreide, Qualitätsbeurteilung, Technologie und Wirtschaft des Bayerischen Müllerbundes e.V. in Volkach statt. Der Bayerische Müllerbund lud dazu seine Mitglieder und alle Interessierten aus der gesamten Agrar- und Ernährungsbranche vom 20. bis 22. Oktober 2011 wieder nach Volkach am Main ein. Dass sich die Volkacher Herbstfachtagung in der Branche großer Beliebtheit erfreut, zeigte auch dieses Jahr wieder die enorme Besucherzahl von mehr als 200 Teilnehmern, die den Vortragssaal bis zum letzten Platz füllten.

Auch viele junge Müller und Meisterschüler der Hoppenlauschule in Stuttgart konnte der Bayerische Müllerbund wieder in Volkach begrüßen. Aber nicht nur der Vortragssaal platzte aus allen Nähten, auch die Anzahl der Aussteller war noch nie so groß. Die Müllereifachtagung in Volkach bietet nicht nur ein großes Angebot an interessanten und hochaktuellen Vorträgen für die Branche, sondern beherbergt auch eine Vielzahl renommierter Fachaussteller.

Auch international bekommt die Tagung des Bayerischen Müllerbundes immer höheres Ansehen. Der Weg nach Volkach ist niemandem zu weit.

Auch heuer war der Vortragssaal bereits zu Beginn, am Donnerstagnachmittag zum ersten Themenblock „Mehl- und Getreidemärkte“, gut gefüllt. Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Ludwig Kraus, eröffnete die Tagung und moderierte den ersten Themenblock. Gerade auch in diesem Jahr unter dem Einfluss immer volatiler werdender Getreidemärkte und vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise war das Interesse an diesem Themenblock groß. Es wurde analysiert, warum die Getreidepreisschwankungen immer mehr zunehmen und einen Ausblick auf die Getreidemarktentwicklung im laufenden Wirtschaftsjahr sowie verschiedene Möglichkeiten von Getreidepreisabsicherungen gegeben.

36. Volkacher Müllerfachtagung - Saal
Blick in den Vortragssaal

Anlässlich der Volkacher Tagung hat der Bayerische Müllerbund auch eine Pressemitteilung herausgegeben, in der wir fordern, dass auch die Mühlenbranche bei steuerlichen Ausgleichsrücklagen gegen schwankende Agrarmärkte berücksichtigt wird. Der Bauernverband fordert ebenfalls eine solche Risikoausgleichsrücklage aufgrund immer volatiler werdender Märkte. Auch die Müllerei wird von den volatileren Märkten beeinflusst, was jeder von Ihnen bestens weiß. Deshalb fordert der Bayerische Müllerbund für die Landwirtschaft wie für die Müllerei in gleichem Maße, eine bilanzielle Risikovorsorge gegen zunehmende Getreidepreisschwankungen als notwendige Maßnahme, die unsere Betriebe schützen kann. Im Anhang dieses Rundschreibens finden Sie die Pressemitteilung im Original, so wie sie bei Tagungseröffnung an die Presse gegeben wurde.

Wie jedes Jahr fand am Abend des ersten Tagungstages ein zwangloser Müllerstammtisch in ausgewählten Lokalen in der Volkacher Altstadt statt. Bei gutem fränkischen Essen und süffigen Weinen nutzten zahlreiche Müllerinnen und Müller die Gelegenheit sich wieder einmal untereinander auszutauschen.

Der zweite Veranstaltungstag war von Anbeginn an gut besetzt. Im ersten Themenblock dieses Tages, der von Dr. Josef Rampl geleitet wurde, ging es um wirtschaftliche Themen rund um die Müllerei. So gab es Vorträge zur Möglichkeit einer Befreiung von der EEG-Umlage für Mühlenbetriebe, Tipps zur Nutzung der Förderprogramme der Rentenbank sowie steuerliche Anreize für private Renten-beitragszahlungen.

Teilnehmer am Vorerntemonitoring
Teilnehmer am Vorerntemonitoring

Vor der Kaffeepause wurde den Teilnehmern am diesjährigen DON-Vorerntemonitoring ihr Teil-nahmezertifikat durch Peter Eiblmeier, von der LfL Landesanstalt für Landwirt-schaft in Weihenstephan und Dr. Josef Rampl überreicht.

Im zweiten Teil des Freitagvormittags wurde über die Nutzung von Wärmepumpen im Mühlbach als neue Energiequelle berichtet sowie im weiteren interessante Anregungen zur Bewältigung von Stress gegeben, den jeder von uns nur zu gut kennt.

Nach der Mittagspause stellten sich wie jedes Jahr die Fachfirmen vor.

Am Freitagnachmittag, der von Günter Gunzelmann moderiert wurde, ging es rund um die Getreidequalitäten und Getreidezüchtung. Wie jedes Jahr wurde dabei die Brotgetreidequalität der deutschen und bayerischen Ernte 2011 vorgestellt sowie deren Backfähigkeit erläutert. Züchterisch wurde die neue Roggensorte „Helltop“ behandelt und der allgemeine Nutzen der neuen Züchtungsfortschritte für die Müllerei aufgezeigt. Der letzte Vortrag am Freitagnachmittag behandelte das gerade in Zeiten von „Carbon Footprint“ wichtige Thema „CO2-Lüge – alles nur Schwindel?“, was auf hohes Interesse bei den Zuhörern stieß und durch die Stille im Tagungssaal während des Vortrags zum Ausdruck kam.

In direktem Anschluss an den letzten Vortrag am Freitagnachmittag bestiegen die Teilnehmer wieder extra organisierte Busse, die dann alle nach Nordheim in den Zehnthof brachten. Dort fand der bei allen Teilnehmern beliebte Fränkische Abend statt. Bei gutem Essen, ausgewählten Weinen und in regionstypischer Umgebung feierten die Müllerinnen und Müller bis in den späten Abend ausgelassen und fröhlich. Die amtierende Mehlkönigin Christiane Meir nutze diese Gelegenheit, sich bei den anwesenden Müllerinnen und Müllern zu verabschieden. Christiane Meir hob somit ihr Glas, bedankte sich bei den Müllerinnen und Müllern für die gute Unterstützung und stieß mit jedem Einzelnen darauf an. Wir möchten Frau Meir an dieser Stelle noch mal recht herzlich für Ihre meisterliche Tätigkeit als Mehlkönigin danken.

Der Vortragssaal war am Samstagmorgen trotz einer langen Nacht von der ersten Minute an gut gefüllt. Unter der Moderation von Hans Hofmeir drehte sich wieder alles um die Müllereitechnik. Es wurden Lösungen zur Hygieneverbesserung im Silofahrzeug angeboten, was gerade in Hinsicht auf die aktuellen Kontrollen der Lebensmittelüberwachung auf großes Interesse stieß. Auch wurden Vorträge zur Modernisierung oder Umrüstung von Mühlen bis hin zu einer praktischen Vorführung zur Tankwagenreinigung mit Trockeneis geboten.

Der Präsident des Bayerischen Müllerbundes, Ludwig Kraus, dankte in seinem Schlusswort allen Müllerinnen und Müllern für Ihr Kommen und das mitgebrachte Interesse und stellte nochmals die Wichtigkeit der Volkacher Müllereifachtagung in den Vordergrund. Abschließend bat er die Teilnehmer auch in Zukunft diese informative Plattform für die Branche zu nutzen, um sich untereinander auszutauschen und miteinander zu diskutieren, um den eigenen Horizont zu erweitern.